Photographie

Ein Foto wird meistens nur angeschaut – selten schaut man in es hinein. – Ansel Adams

Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera. – Gisèle Freund

Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. – Helmut Newton

Die Fotografie ist der Todfeind der Malerei, sie ist die Zuflucht aller gescheiterten Maler, der Unbegabten und Faulen. – Charles Baudelaire

Eine Photographie zeigt nie die Wahrheit. Es schlägt nur eine Möglichkeit vor. – Richard Avedon

Fotografie ist die Trauer über die vergängliche Zeit und das Bedürfnis, einige Augenblicke festzuhalten. – Jeanloup Sieff

Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachten bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen. – Friedrich Dürrenmatt

Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele. – Pablo Picasso

Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet. – Paul Cézanne

Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte, brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen. – Lewis W. Hine

Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Sehen lernen kann allerdings lange dauern. – Leica-Werbung

Zu all den Dingen, die wir nicht sehen können, gesellen sich noch die Dinge, die wir nicht sehen wollen, weil wir uns entschieden haben, sie zu ignorieren. Im Augenblick habe ich zum Beispiel beschlossen, das Geräusch meines Atems, das Gefühl des Rings an meinem Finger, den Anblick der Brille direkt auf meiner Nase, ja sogar den der Nase selbst zu ignorieren. Die Blende einer Kamera und die Pupille sind nicht dazu da, Informationen hereinzulassen, sondern dazu, welche auszublenden. Wer je eine Kamera in der Hand hatte weiss, dass zuviel Information einen genauso blind machen kann wie zuwenig. – K.C. Cole

Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute. – Ansel Adams

amerika98

Den Moment, wenn Licht auf die Filmemulsion trifft und ein realer fotochemischer Prozess stattfindet, kann man durchaus als sinnlicher, wahrhaftiger bezeichnen, als wenn Licht auf einen Sensor trifft und Nullen und Einsen sich auf den Weg zu einem Speichermedium machen.

Warum stellt ein Fotograf seine Kamera lieber hier als dort auf, warum wählt er eine bestimmte Objektivhöhe, Brennweite, Entfernung? Wie sieht und versteht er Licht und wie geht er damit um ? Entscheidet er aus dem Bauch oder mit dem Kopf? Welche seiner Entscheidungen werden durch erlerntes Handwerk, Erfahrung, Routine, Konzept bestimmt, welche durch Intuition, Gefühl? Die gesamte Lebenserfahrung prägt unbewusst jede kreative Entscheidung.

Bei allem unverzichtbaren Handwerk in der Kameraarbeit geht es letztendlich um die Manipulation von Licht und Schatten, von Farbe und Helligkeit, von Raum und Bewegung, um eine emotional aufgeladene Bühne für die Filmhandlung zu erschaffen.

Die Kamera ist stets an der Handlung beteiligt – sie entscheidet nicht nur, was wir, das Publikum, sehen, sondern auch, wie wir gefühlsmäßig darauf reagieren. Die Schauspieler mögen Fleisch und Blut eines Films sein und sind mit Abstand das Wesentlichste – die Kamera ist die Inspiration.

Es gibt tausend Arten Regie zu führen. Es gibt kein Buch in dem steht, welche die Richtige ist. Es zählt nur das Ergebnis. Jeder Film ist anders, jede Zusammenarbeit neu.

Eine Kameraeinstellung sollte nie vordergründig gefallen wollen, sich nicht aufspielen und laut schreien: “Hallo hier bin ich, schaut mal was ich tolles kann“.

Ich liebe das Gestalten mit Licht, solange es authentisch wirkt – der Zuschauer soll immer das Gefühl haben, ja so könnte es im wahren Leben auch aussehen. Glücklich bin ich dann, wenn es gelingt eine magische Lichtstimmung zu erzeugen, die zur Atmosphäre einer Szene passt und trotzdem naturalistisch erscheint.

Letztendlich geht es bei der Kameraarbeit auch darum, das Filmset für die Schauspieler und den Regisseur so angenehm und frei wie möglich zu gestalten. Der ganze Technikapparat beim Filmemachen sollte dezent sein, damit sich die Schauspieler auf ihre Arbeit konzentrieren können. Denn was bedeuten die schönsten Bilder, wenn für das Wesentliche, die Schauspielkunst, kein Raum und keine Zeit da ist.

 

Gordon Willis, Giuseppe Rotunno, Vilmos Zsigmond, Vittorio Storaro, Laszlo Kovacs, Haskell Wexler, Jost Vacano, Michael Chapman, Owen Roizman, Conrad L. HallSven Nykvist, Robby Müller, Nestor Almendros, Philippe Rousselot, John Alcott, David Watkin, Robert Richardson, Tonino Delli Colli, Jan de Bont, Barry Sonnenfeld, Thierry Arbogast, Chris Menges, Darius Khondji, Slawomir Idziak, Janusz Kaminski, John Seale, Christopher DoyleRoger DeakinsJohn Toll, Roger Pratt, Declan Quinn, Dante Spinotti, Guillermo Navarro, Robert Elswit, Frederick Elmes, Anthony Dod Mantle, Peter Biziou, Bill Pope, Jeff Cronenweth, Tak Fujimoto, Peter Pau, Edward Lachman, Bruno Delbonnel, Peter Deming, Emmanuel Lubezki, Eduardo Serra, Rodrigo Prieto, Peter Suschitzky, Harris Savides, Matthew Libatique, Wally Pfister, Tom Stern, Claudio Miranda, Eric Gautier